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Übersicht zu den Konzerten des CMK 60 Jahre Collegium Musicum Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an Diesen Satz hat mit E.T.A. Hoffmann ein Mensch geprägt, den diese beiden Ausdrucksmöglichkeiten in ihren Bann gezogen hatten. Sprache und Musik gehören zusammen, wie eben die Worte zum Lied und die Melodie zum Gesang. Worte können Musik sein, und Musik kann so vieles sagen. Was anderes, als Musik und Sprache gemeinsam kann eine Stimmung oder Empfindung besser zum Ausdruck bringen? Sprache und Musik sind wesentliche Bestandteile einer jeden Kultur, gleichzeitig aber auch profanes Mittel der Kommunikation und der Unterhaltung. Sprache und Musik führen seit jeher Menschen gemeinsamer Interessen zusammen. Nach den Jahren der Zerstörung durch den unseligen Zweiten Weltkrieg kamen die Jahre des Wiederaufbaus. Nach den Jahren unmenschlicher Grausamkeiten erwachte wieder der Bedarf, sich musischen und kulturellen Dingen zu widmen. Als im Jahre 1947 die Volkshochschule Koblenz ins Leben gerufen wurde, gründete sich in deren Obhut auch die "Spielgemeinschaft Collegium Musicum" unter der Leitung von Studienrat Fritz Koenig. Am 21. April 1947 fand das erste Zusammenspiel des heute 50-jährigen Ensembles statt.
Anfang 1948 übernahm dann der
Musiklehrer Erich Kletzin die Leitung des Orchesters, das seinen
Sinn auch darin verstand, zu häuslichem Musizieren anzuleiten. Dabei
wurde auch versucht, im Sinne des Barocken Musikvereins Streich- und
Blasinstrumente, Klavier und Gesang zu erfassen
In den Folgejahren versuchte der damalige Leiter Erich Kletzin durch Zusammenfassung mehrerer kleiner Hausmusikkreise neue Mitspieler für das Orchester zu gewinnen. Im Herbst 1951 übernahm dann Studienrat Fritz Koenig wieder die Leitung des Collegium Musicum, das sich damals als "Instrumentale Spielgemeinschaft" bezeichnete. Werke von Stamitz, Haydn, Mozart und Händel, auch Solokonzerte, bildeten ein bereits recht anspruchsvolles Programm. Der Aufruf nach interessierten Streichern und Holzbläsern in Programmheft der VHS fruchtete bald, und so wuchs das Orchester bereits Anfang der 50er Jahre zu einem stattlichen Klangkörper heran, der immerhin Anfang 1953 bereits 14 Streicher umfaßte. Im Winter 1955 fand auf vielfachen Wunsch eine erste Zusammenarbeit der Instrumentalen Spielgemeinschaft, die inzwischen ihre heutige Bezeichnung "Collegium Musicum" wieder in ihrem Namen führte, mit der damaligen Theaterspielgemeinschaft statt. Diese wurde seinerzeit von dem Schauspieler Karl Madlener geleitet.
Zu Beginn des Jahres 1955 dehnte das
Collegium Musicum seit Repertoire auf andere Epochen aus. So taucht
im Programm eines Konzertes im Mai 1955 neben Barocken Komponisten
auch der In den Folgejahren wurde das Programm systematisch vielseitiger gestaltet. 1957 lag ein Schwerpunkt auf Werken von W.A. Mozart, u.a. mit dem Kavierkonzert Nr. 12 in A-Dur, für das als Solistin Emma Sagebiel aus Koblenz gewonnen werden konnte. Im Jahre 1958 wagte man sich neben der barocken Musik auch an zeitgenössige Werke. von Paul Hindemith. In den Folgejahren lag dann allerdings der Schwerpunkt immer wieder auf den Werken des Barock. Fritz Koenig leitete das Orchester bis in das Jahr 1963. Danach übernahm Studienrat Fritz Lung die Geschicke des Collegium Musicum bis Ende 1970. Inzwischen fanden die Proben im Koblenzer Eichendorff-Gymnasium statt. Ab Mitte 1971 leitete dann Studienrat Eberhard Neumann das Orchester. Man befaßte sich erfolgreich mit Werken aus Barock, Klassik und Moderne. Jeweil am Ende eines Semesters wurden die Früchte intensiven und konzentrierten Probens in Konzerten vorgestellt. Dabei konnte ein vielseitigeres Repertoire vorgestellt werden, weil Fritz Neumann sich bemühte, junge Koblenzer Solisten für ein Zusammenspiel zu gewinnen. So erfuhr das Orchester unter der Obhut dieses Leiters eine sehr erfolgreiche Entwicklung.
Im September 1979 wurde dann die Seit 1987 wird das Collegium Musicum als eingetragener Verein innerhalb der VHS Koblenz geführt. Damit sind die Orchesterahngelegenheiten in die Hände eines Vorstandes gelegt, der sich hauptsächlich aus Mitgliedern des Orchesters zusammensetzt. Auf diese Weise ist bei der Orchesterarbeit eine Form demokratischer Selbstbestimmung realisiert.
Eine Chronik der Aktivitäten seit 1947 finden Sie [hier] |